﻿1
00:00:03,360 --> 00:00:06,215
Zwischen Sozialraum und Katastrophenschutz
gibt es einen ganz maßgeblichen

2
00:00:06,240 --> 00:00:10,320
Zusammenhang, weil tatsächlich
die meisten Fälle von Unterstützungsbedarf

3
00:00:10,320 --> 00:00:13,360
im Sozialraum, im individuellen 
Nahfeld stattfinden.

4
00:00:13,800 --> 00:00:16,800
Und dann muss man an der Stelle
natürlich vorbereitet sein.

5
00:00:17,166 --> 00:00:20,367
Die Menschen müssen 
in ihrem individuellen

6
00:00:20,600 --> 00:00:24,275
Nahfeld, in ihrem 
Alltagsleben befähigt werden,

7
00:00:24,300 --> 00:00:28,175
vor allem sich selbst schützen 
zu können im Ernstfall.

8
00:00:28,200 --> 00:00:33,280
Und so was wie eine Evakuierung wäre
dann tatsächlich der worst case.

9
00:00:33,600 --> 00:00:36,892
Wenn dieser eintritt, sollten die Leute
und alle Beteiligten im Umfeld

10
00:00:36,917 --> 00:00:39,524
in der Lage sein zu wissen, 
wie gehandelt werden muss.

11
00:00:46,200 --> 00:00:47,480
Das ist 
sehr unterschiedlich,

12
00:00:47,480 --> 00:00:51,320
wie gut die vorbereitet sind,
wie sensibilisiert die sind.

13
00:00:51,320 --> 00:00:53,193
Das wäre natürlich 
auf lange Sicht wichtig,

14
00:00:53,218 --> 00:00:56,080
dass es da viel mehr Strukturen
und eine feste Strategie gibt.

15
00:00:56,640 --> 00:00:59,880
Es wird immer eine starke Abweichung geben
zwischen Theorie und Praxis.

16
00:01:00,496 --> 00:01:02,737
Wir glauben, 
der Schlüssel dazu,

17
00:01:02,786 --> 00:01:06,920
auf breiter Ebene vorbereitet
zu sein, ist tatsächlich,

18
00:01:06,920 --> 00:01:10,320
Menschen mit Behinderung
selbst aktiv ins Ehrenamt zu bringen,

19
00:01:10,560 --> 00:01:13,560
weil die natürlich aus einer 
Lebenswelt-Expertise am ehesten

20
00:01:13,560 --> 00:01:15,840
ihre Fähigkeiten und Kompetenzen
einbringen können.

21
00:01:24,240 --> 00:01:25,280
Die Frage, 
die sich stellt,

22
00:01:25,280 --> 00:01:29,080
ist wahrscheinlich an erster Stelle:
"Welche Kompetenzen sind ohnehin schon da?

23
00:01:29,080 --> 00:01:30,600
Und die können 
nur nicht eingebracht werden?"

24
00:01:30,600 --> 00:01:32,320
Das wäre für uns
der erste Schritt zu schauen:

25
00:01:32,320 --> 00:01:35,970
"Wie können wir barrierefreie
Engagement-Strukturen anbieten,

26
00:01:36,102 --> 00:01:39,255
schaffen und befördern?"
Und in einem zweiten Schritt,

27
00:01:39,280 --> 00:01:41,920
bei Befähigungs-
und Qualifizierungsmaßnahmen,

28
00:01:41,920 --> 00:01:43,360
gibt es eigentlich
keinen großen Unterschied

29
00:01:43,360 --> 00:01:45,123
zwischen Menschen mit
und ohne Behinderung,

30
00:01:45,148 --> 00:01:48,560
sondern wir müssten uns 
auf lange Sicht zum Ziel nehmen,

31
00:01:48,560 --> 00:01:51,120
sämtliche Angebote
barrierefrei zu gestalten.

32
00:01:51,120 --> 00:01:52,840
Und dann können 
alle davon profitieren.

